ECE Mainz, muss es wirklich der Große Wurf sein?

Viel hat der Krieg zerstört, aber der Ludwigstraße hat das große Abräumen überwiegend gut getan. Die so geschaffene Sichtbeziehung zum Dom ist der einzige städtebauliche Wurf von Mainz. Und diese Offenheit darf nicht zubetoniert werden. Das Zurückrudern von ECE ist eher ein Glücksfall für das beschauliche Mainz, ist die Überzeugung von Stadtrat Kurt Mehler, Freie Waehler. Das Aufhübschen und Erweitern des ehemaligen Hertie-Hauses darf die Ludwigstraße aber nicht erschlagen. Die geplante Flächenausdehnung bis zur Straßenlinie muss auf die  Höhe der bisherigen Pavillions begrenzt werden. Aber nun wird es Zeit, dass endlich begonnen wird. Vertrauliche Gespräche zwischen OB Ebling und dem Investor sind da eher hinderlich.

Es darf gefragt werden, ob die Erweiterung überhaupt wirtschaftlich Sinn macht, denn die gesamte Region ist mit Konsumangeboten so überversorgt, dass das ehemalige Quelle-Kaufhaus am Brandt längst zurückgebaut wurde und Möbel-Martin bereits Hilfe angemahnt hat, für den Fall, dass bei Bingen ein weiteres Riesen-Möbelhaus entsteht. Woher soll nur all die Kaufkraft und Kauflust kommen? Wie sehr die Ausgabefreudigkeit der Menschen überschätzt wird, zeigt das Millionengrab Nürburgring.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Mainz, Stadtentwicklung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s